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Shopware SEO

So wird dein Shopware-Shop besser gefunden und bringt mehr Umsatz

Suchmaschinenoptimierung für einen Shopware-Shop ist etwas anderes als für eine Website. Der Unterschied liegt darin, dass ein Shop seine Seiten nicht einzeln bekommt, sondern sie aus dem Sortiment heraus selbst erzeugt. Dieser Beitrag zeigt, wo dabei Sichtbarkeit verloren geht: bei SEO-URLs, Kategorieseiten, Filtern, Varianten, Herstellertexten und nicht mehr gelisteten Produkten. Dazu kommt, was Shopware selbst löst und wo eine Entscheidung nötig ist, die kein System für dich treffen kann.

Warum für einen Shop andere Regeln gelten als für eine Website

Drei Unterschiede machen Shopware-SEO zu einem eigenen Thema. Erstens entstehen URLs automatisch und in großer Zahl: Neben Produkten und Kategorien kommen Landingpages, Filter und Sortierungen hinzu. Zweitens stammen Inhalte oft von außen, etwa aus Herstellerkatalogen, und stehen dadurch wortgleich in vielen Shops. Drittens verändert sich das Sortiment ständig. Produkte kommen hinzu, laufen aus, wechseln die Kategorie oder werden umbenannt. Jede Änderung betrifft eine URL, die bereits Sichtbarkeit aufgebaut haben kann. Aus dieser Struktur folgt fast alles, was bei Shopware-SEO wichtig ist.

SEO-URLs sind das Shopware-Thema Nummer eins

Wenn Shopbetreiber nach Shopware und SEO suchen, suchen sie besonders häufig nach SEO-URLs. Shopware erzeugt sprechende Adressen für Produkte, Kategorien und Landingpages aus Vorlagen. Für Produkte kann eine Vorlage beispielsweise aus dem übersetzten Namen und der Produktnummer bestehen:

{{ product.translated.name }}/{{ product.productNumber }}

Für Kategorien wird der Pfad im Kategoriebaum verwendet:

{% for part in category.seoBreadcrumb %}{{ part }}/{% endfor %}

Wie Shopware die URLs erzeugt

Die Vorlagen gelten je Verkaufskanal. Sie sorgen für einheitliche Adressen, aber eine Änderung wirkt auf alle Seiten dieses Typs. Deshalb sollte das Muster am Anfang sauber entschieden und später nur mit einem konkreten Migrationsplan geändert werden.

„Es sind noch keine SEO-URLs vorhanden“

Die Meldung tritt typischerweise nach Importen, beim Anlegen eines Verkaufskanals oder nach einer Systemübernahme auf. Shopware legt SEO-URLs in einem Index ab. Wenn Daten daran vorbeigeschrieben werden, fehlen die sprechenden Adressen. Der SEO-Index muss neu aufgebaut werden. In einer selbst gehosteten Shopware-Umgebung ist dafür unter anderem dieser Befehl dokumentiert:

php bin/console dal:refresh:index

Danach sollte eine Stichprobe über Produkte und Kategorien prüfen, ob die erwarteten URLs ausgeliefert werden.

Wenn sich das Template ändert

Bei einer Änderung entstehen neue Adressen. Ob alte URLs per HTTP 301 auf die aktuelle Adresse weiterleiten, hängt von der entsprechenden SEO-Einstellung ab und sollte anschließend geprüft werden. In gewachsenen Shops können daraus jedoch Weiterleitungsketten entstehen. Deshalb gehört eine Prüfung der bestehenden Redirects in jede Bestandsaufnahme.

Landingpages mit URLs, die du selbst vergibst

Landingpages aus den Erlebniswelten sind für saisonale Themen, Marken- und Ratgeberseiten geeignet. Sie sind die Stelle, an der du Struktur, Inhalt und Adresse vollständig selbst bestimmst, besonders dann, wenn eine relevante Suche quer zum Kategoriebaum liegt.

Kategorieseiten sind die wichtigsten Seiten im Shop und oft die dünnsten

Kategorieseiten sind für allgemeine Produktsuchen meist das richtige Ziel. In vielen Shops bestehen sie jedoch nur aus Überschrift und Produktkacheln. Erlebniswelten können ergänzende Inhalte liefern: Unterschiede zwischen Produkten, Kaufkriterien und eine Einordnung des Sortiments. Nicht jede Kategorie muss sofort überarbeitet werden. Sinnvoll ist, mit den Kategorien zu beginnen, die Umsatzpotenzial haben und tatsächlich gesucht werden.

Wonach in Shops tatsächlich gesucht wird

Kunden suchen oft anders, als Produkte und Kategorien im Katalog heißen. Gesucht wird nach Produktgattung, Anwendungsfall oder Eigenschaft, nicht unbedingt nach internen Herstellerbezeichnungen. Entscheidend ist außerdem die Suchintention: Eine Gattungsanfrage führt zu einer Kategorie, eine Artikelnummer zu einem Produkt und eine Frage häufig zu einem Ratgeber. Suchvolumen, Suchergebnisse und die interne Suche des Shops zeigen, welche Begriffe und Seitentypen zusammengehören. Dieselbe Keyword-Recherche ist der Ausgangspunkt für Suchmaschinenoptimierung und für die Inhalte, die daraus entstehen. Beides gehört bei uns zum Online-Marketing.

Filter, Varianten und Paginierung erzeugen URLs, die nicht alle in den Index gehören

Ein Shop erzeugt aus Filtern, Varianten und Seitenzahlen sehr viele Adressen. Die Frage ist nicht, wie alle URLs ausgesperrt werden, sondern welche davon eine eigene Seite in den Suchergebnissen verdienen.

Gefilterte Listen

Die meisten Filterkombinationen zeigen dieselben Produkte nur anders sortiert und sollten nicht indexiert werden. Wird eine Kombination tatsächlich gesucht, ist eine eigene Landingpage mit eigener Adresse, Überschrift und eigenem Text sauberer als eine dauerhaft indexierte Filter-URL.

Varianten

Bei Varianten mit weitgehend gleichem Inhalt kann eine gemeinsame Canonical URL sinnvoll sein. Shopware bietet dafür eine eigene Einstellung. Varianten mit eigenständiger Suchintention oder deutlich eigenständigem Inhalt müssen separat bewertet werden.

Paginierung

Produkte auf hinteren Kategorieseiten müssen erreichbar bleiben. Sehr lange Kategorien sind häufig ein Zeichen dafür, dass feinere Unterkategorien Besuchern und Suchmaschinen mehr helfen als eine weitere Optimierung der Blätterfunktion.

Produkttexte vom Hersteller sind Duplicate Content ab Werk

Herstellertexte stehen oft wortgleich in vielen Shops. Für Suchmaschinen ist dann schwer erkennbar, warum ausgerechnet deine Seite vorn stehen sollte. Bei großen Sortimenten müssen nicht alle Texte gleichzeitig neu geschrieben werden. Priorität haben Produkte mit Umsatz und Potenzial. Ein eigener Text ergänzt vor allem Informationen, die der Hersteller nicht kennt: konkrete Einsatzfälle, Grenzen, häufige Fragen, Lieferumfang und Erfahrungen aus dem Kundenkontakt.

Nicht mehr gelistete Produkte hinterlassen URLs, um die sich niemand kümmert

Wenn ein Produkt ausläuft, bleibt seine Adresse oft bestehen, obwohl dahinter nichts mehr liegt. Gibt es einen Nachfolger, sollte die alte URL dorthin führen. Gibt es keinen Nachfolger, ist eine passende Kategorie besser als eine Fehlermeldung. Kommt das Produkt zurück, kann die Seite bestehen bleiben und die Nichtverfügbarkeit erklären. Nur wenn wirklich nichts passt, ist eine hilfreiche Fehlerseite richtig. Eine pauschale Weiterleitung auf die Startseite ist meist die schlechteste Lösung.

Interne Verlinkung sagt aus, welche Seiten wichtig sind

Navigation, Produktkacheln und Paginierung verlinken einen Shop automatisch. Bewusste Entscheidungen lohnen sich trotzdem bei Breadcrumbs, Links aus erklärenden Kategorietexten und Verweisen zwischen Zubehör, Nachfolgern und Alternativen. Linktexte sollten das Ziel beschreiben. Als Gegenprobe eignet sich die Klicktiefe: Wenn ein Produkt fünf oder mehr Klicks von der Startseite entfernt ist, ist die Struktur wahrscheinlich zu tief.

Bilder sind der größte Hebel für die Ladezeit

Auf Kategorieseiten laden oft viele Produktbilder gleichzeitig. Shopware erzeugt verschiedene Bildgrößen, aber Theme und Ausgabe müssen diese Varianten auch verwenden. Moderne Formate, passende Dimensionen und ein sauberer Cache reduzieren die Ladezeit. Alternativtexte sind zuerst wichtig für Barrierefreiheit und helfen zusätzlich bei der Bildersuche. Gemessen werden sollten mindestens Startseite, große Kategorie und Produktseite, idealerweise mit PageSpeed Insights.

Was Shopware von Haus aus mitbringt

Titel und Meta Description sollten für wichtige Kategorien und Produkte individuell geschrieben werden. Für den Rest ist ein sauberes, unterscheidbares Muster sinnvoll.

Shopware erzeugt eine XML-Sitemap und kann sie regelmäßig oder bei Bedarf aktualisieren. Je nach Betriebsmodell und Version unterscheiden sich die verfügbaren Aktualisierungsstrategien. Entscheidend ist, dass sie nur URLs enthält, die auch indexiert werden sollen. Eine Sitemap garantiert weder Crawling noch Indexierung. Die Google Search Console zeigt die Differenz zwischen eingereichten und tatsächlich indexierten Adressen.

Eine robots.txt wird in Shopware 6 nicht automatisch in jedem Setup angelegt. Sie kann manuell im öffentlichen Verzeichnis erstellt werden. In neueren Shopware-Versionen lassen sich die robots.txt-Regeln außerdem im Admin pro Domain hinterlegen. robots.txt steuert das Crawling, nicht direkt den Index. Für Seiten, die sicher draußen bleiben sollen, ist ein Robots-Meta-Tag im Seitenkopf geeigneter, sofern der Crawler die Seite erreichen darf.

Shopware kann Canonical URLs im Normalfall selbst setzen. Bei Varianten mit weitgehend gleichem Inhalt kann eine gemeinsame Canonical URL sinnvoll sein, dafür gibt es eine eigene Einstellung. Geprüft werden müssen Sonderfälle mit mehreren Wegen, Kategorien oder Kampagnenparametern.

Sprach- und Länderfassungen brauchen eigene, tatsächlich vorhandene Inhalte. Gleiche deutsche Texte unter mehreren Domains konkurrieren sonst miteinander.

Shopware kann Produktinformationen wie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen strukturiert ausgeben. Welche Angaben tatsächlich im Quelltext erscheinen, hängt auch vom eingesetzten Theme und der Konfiguration ab. Das sollte mit einem Rich-Results-Test geprüft werden.

Kundenbewertungen kann kein Wettbewerber kopieren

Bewertungen sind einzigartige Inhalte, die nur deinem Shop gehören. Sie unterscheiden Produktseiten von Herstellertexten anderer Shops und können als Sterne in Suchergebnissen erscheinen. Außerdem zeigen sie, welche Fragen in Produktbeschreibungen fehlen. Eine Erinnerung nach dem Kauf hilft beim Sammeln. Auch kritische Bewertungen gehören dazu, weil ein ausschließlich perfektes Bewertungsbild unglaubwürdig wirken kann.

Braucht Shopware ein SEO-Plugin?

Für die Grundlagen braucht Shopware kein SEO-Plugin: sprechende Adressen, Meta-Felder, Sitemap, Canonicals und Weiterleitungen sind vorhanden. Ein Plugin lohnt sich, sobald viele Produkte gepflegt werden müssen. Es kann Meta-Angaben in großer Zahl erzeugen, Lücken sichtbar machen und Weiterleitungen verwalten. Entscheidend ist nicht die längste Funktionsliste, sondern wie eng die Entwickler an Shopware dranbleiben und Versionssprünge begleiten.

Migration und Relaunch sind der Moment, in dem Rankings verloren gehen

Beim Relaunch sind in einem Shop mehr URLs betroffen als auf einer klassischen Website. Beim Wechsel von Shopware 5 auf 6 ändern sich außerdem die Regeln für die URL-Struktur. Vor dem Start gehört deshalb eine vollständige Liste der alten Adressen auf den Tisch, ergänzt um Klicks und Impressionen aus der Google Search Console. Für wichtige URLs wird eine neue Zieladresse festgelegt. Produkte ohne Nachfolger führen zur passenden Kategorie, nicht pauschal zur Startseite. Nach dem Start müssen Fehlerseiten und Indexabdeckung beobachtet werden.

Womit du im Shop anfängst, wenn nicht alles auf einmal geht

Zuerst werden SEO-URLs und Weiterleitungen geprüft. Danach werden die Kategorien und Produkte bestimmt, die Umsatz bringen oder bringen sollen. Anschließend folgen eigene Inhalte auf wichtigen Kategorieseiten und für relevante Produkte. Parallel werden Bilder, Ladezeiten, strukturierte Daten sowie Filter- und Variantenindexierung gemessen. Produkte, die nicht mehr gelistet sind, brauchen einen laufenden Prozess, damit nicht Monat für Monat tote Adressen entstehen. Eine laufende SEO-Betreuung kann diese technische und redaktionelle Arbeit zusammenhalten.

FAQ

Häufige Fragen zu Shopware und SEO

Warum meldet Shopware „Es sind noch keine SEO-URLs vorhanden“?

Shopware legt die sprechenden Adressen in einem Index ab. Nach Importen, beim Anlegen eines Verkaufskanals oder nach einer Übernahme kennt der Index die neuen Daten möglicherweise noch nicht. Ein Neuaufbau des SEO-Index erzeugt die Adressen. Anschließend sollte eine Stichprobe über mehrere Produkte und Kategorien folgen.

Wie werden SEO-URLs in Shopware neu generiert?

Über den Neuaufbau des SEO-URL-Index. In einer selbst gehosteten Shopware-Umgebung ist dafür unter anderem php bin/console dal:refresh:index dokumentiert. Bei großen Sortimenten sollte der Vorgang so ausgeführt werden, dass der laufende Shop möglichst wenig belastet wird. Sinnvoll ist der Neuaufbau nach größeren Importen und nach Änderungen an den URL-Vorlagen.

Sollen gefilterte Kategorieseiten in den Suchindex?

Im Normalfall nicht. Die meisten Filterkombinationen zeigen dieselben Produkte in anderer Zusammenstellung. Wird eine Kombination tatsächlich gesucht, ist eine eigene Landingpage mit eigenem Text und eigener Adresse die bessere Lösung.

Was passiert mit den URLs von Produkten, die nicht mehr gelistet sind?

Ein Nachfolger ist das beste Ziel. Ohne Nachfolger passt meist die relevante Kategorie. Kommt das Produkt zurück, kann die Seite bestehen bleiben und die Nichtverfügbarkeit erklären. Eine pauschale Weiterleitung auf die Startseite sollte vermieden werden.

Brauche ich ein SEO-Plugin für Shopware?

Für die Grundlagen nicht. Ein Plugin wird interessant, wenn viele Produktdaten, Meta-Angaben oder Weiterleitungen gepflegt werden müssen. Es sollte zuverlässig mit den Shopware-Versionen weiterentwickelt werden.

Wie gehe ich mit Produktbeschreibungen vom Hersteller um?

Nicht alle Texte auf einmal neu schreiben, sondern nach Umsatz und Potenzial priorisieren. Der eigene Mehrwert liegt vor allem in zusätzlichen Informationen zu Einsatz, Grenzen, Fragen und Erfahrungen.

Verliere ich bei der Migration von Shopware 5 auf 6 meine Rankings?

Nicht zwangsläufig, aber das Risiko ist real, weil sich die URL-Strukturen ändern. Die Zuordnung wichtiger alter zu neuen Adressen muss vor dem Start fertig sein. Grundlage dafür sind die Daten der Google Search Console.

Wenn du statt eines Shops eine TYPO3-Website betreibst, gelten viele dieser Punkte sinngemäß, die Technik dahinter ist aber eine andere. Mehr dazu findest du im TYPO3-SEO-Ratgeber. Wenn du Unterstützung für deinen Shopware-Shop suchst, findest du hier unsere Shopware-Leistungen.

Willst du wissen, wo dein Shop Sichtbarkeit liegen lässt?

Schick uns die Adresse deines Shops. Wir sehen ihn uns an und melden uns mit einer nach Wirkung sortierten Liste zurück. AutoDudes entwickelt Shopware-Shops und betreut parallel das Marketing dazu.