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Häufig gestellte Fragen zur AI Suite MCP

Einordnung und Nutzen

AI Suite MCP ist eine TYPO3-Erweiterung, die einen Server nach dem Model Context Protocol bereitstellt. Damit verbindet sich ein KI-Client wie Claude Desktop, Claude.ai, ChatGPT, Claude Code oder Open WebUI direkt mit deinem Backend und arbeitet dort mit denselben Rechten wie der verknüpfte Backend-Benutzer. Mehr dazu auf der Übersichtsseite.

Der Ort, an dem gearbeitet wird. Das Backend-Modul der AI Suite bedienst du im TYPO3-Backend, AI Suite MCP bringt dieselben Funktionen in den Chat deines KI-Clients. Dazu kommt der strukturelle Teil, den es im Backend-Modul so nicht gibt, also Seitenbäume lesen, Datensätze anlegen, verschieben oder löschen und Inhalte durchsuchen.

Ja. AI Suite MCP ist eine eigenständige Erweiterung, setzt aber auf der AI Suite auf und wird zusammen mit ihr installiert. Aus der AI Suite kommen die Feature- und Modellrechte sowie die Verbindung zu den externen KI-Anbietern. Ohne AI Suite läuft AI Suite MCP nicht.

Vor allem dann, wenn Arbeit über viele Seiten oder Datensätze verteilt ist. Typische Fälle sind das Übersetzen ganzer Seitenbäume, das Nachziehen fehlender Metadaten, wiederkehrende Textkorrekturen über viele Elemente und das Anlegen von Seitenstrukturen. Für eine einzelne Textkorrektur ist das Backend meist schneller.

Im Standard nicht. Der voreingestellte Schreibmodus workspace legt jede Änderung in einem Draft-Workspace ab, der veröffentlicht werden muss, bevor sie auf der Website erscheint. Wer das anders will, kann in der Konfiguration auf auto oder live wechseln. Zwei Ausnahmen gibt es. uploadMedia und generateImage legen physische Dateien an und schreiben in jedem Modus live.

Voraussetzungen, Lizenz und Kosten

TYPO3 von 12.4.11 bis 14.3.x und PHP 8.2 oder neuer. Dazu die AI Suite in der zum TYPO3-Major passenden Version, also 12.21.0, 13.15.0 oder 14.3.0 und neuer. Die TYPO3-Workspaces werden als Pflicht-Abhängigkeit mitinstalliert, weil der Standard-Schreibmodus auf ihnen beruht.

Für die KI-gestützten Tools ja, für den Rest nicht. Generierung, Übersetzung, Bilderzeugung und die Batch-Prozesse laufen über die AI Suite und brauchen einen gültigen Key mit passendem Lizenzpaket. Lesen, Suchen, Datensätze anlegen und bearbeiten, Textersetzungen, Übersetzungen und das Einbinden von Medien laufen allein über TYPO3 und funktionieren ohne Key.

Credits verbrauchen nur die Tools, welche ein externes KI-Model aufrufen, also die Gruppe der KI-Funktionen und die Batch-Prozesse. Alle lesenden Tools, die gesamte Datensatzbearbeitung, localizeRecord und uploadMedia kosten nichts. Die vollständige Aufteilung steht unter Verfügbare Tools.

Bei Batch-Metadaten über einen Seitenbaum kostet jede Seite Credits, und ein Teilbaum ist schnell größer als gedacht. Deshalb ist ein rootPageId auf 50 Seiten begrenzt. Wird es mehr, lehnt der Aufruf ab, bevor abgerechnet wird, und nennt die gefundene Seitenzahl. Eine ausdrückliche Liste von Seiten-UIDs bleibt unbegrenzt, weil sie bewusst zusammengestellt wurde.

Das Tool bleibt in der Tool-Liste sichtbar, das Model ruft es auf, und der Aufruf endet mit einem Lizenzfehler. Das ist der Unterschied zu einem fehlenden Feature-Recht, denn ein fehlendes Recht entfernt das Tool schon vorher aus der Liste. Bleibt ein Tool sichtbar und scheitert erst beim Aufruf, prüfe die Lizenz und nicht die Backend-Gruppe.

Die Abrechnung läuft über die AI Suite und ist unabhängig davon, ob eine Anfrage aus dem Backend-Modul oder aus einem MCP-Client kommt. Es gibt also kein eigenes Kontingent für AI Suite MCP. Zu Paketen und Preisen siehe Pakete/Lizenzen.

Sicherheit und Datenschutz

Der Endpoint verlangt produktiv HTTPS, authentifiziert über OAuth 2.1 mit PKCE oder über ein Bearer-Token, begrenzt jede Anfrage auf 1 MB und lässt pro Token 100 Anfragen je Minute zu. Bei jeder Anfrage wird geprüft, ob der Backend-Benutzer noch aktiv ist, und eine Passwortänderung widerruft alle seine Tokens. Details unter Sicherheit & Betrieb.

Nein. Ein Client sieht nur Tools, für die der verknüpfte Backend-Benutzer die Rechte hat, und beim Aufruf gelten zusätzlich die normalen TYPO3-Prüfungen auf Seiten, Tabellen und Felder. Ein Redakteur mit Zugriff auf zwei Seitenbäume kann über AI Suite MCP genau diese zwei Seitenbäume bearbeiten. Wer bestimmte Tabellen grundsätzlich aussperren will, auch für Administratoren, nutzt mcpExcludedTables.

Bei den  Tools, die ein externes KI-Model aufrufen, gehen die zu verarbeitenden Inhalte an den Anbieter, der in der AI Suite für die jeweilige Funktion konfiguriert ist. Es gelten dieselben Anbieter, Models und Datenwege wie im Backend-Modul, siehe Models & APIs. Dazu kommt der Client selbst. Ein Chat-Dienst, der in fremder Infrastruktur läuft, sieht alles, was das Model über die Tools liest.

AI Suite MCP schreibt zwei eigene Dateien. In var/log/aisuite_mcp.log landet die vollständige Spur mit OAuth-Ereignissen, Client-IP, Benutzer-UID und den ersten rund 300 Zeichen jedes Request-Bodys, was regelmäßig Prompts und Inhaltsauszüge enthält. In var/log/aisuite_mcp_warnings.log stehen nur Warnungen. Tokens, Hashes und E-Mail-Adressen werden vor dem Schreiben maskiert. Das ausführliche Log lässt sich über mcpLogVerbose abschalten. Aufbewahrungsdauer und Löschung legst du selbst fest.

AI Suite MCP verarbeitet dieselben Daten wie die AI Suite und fügt keine neuen Anbieter hinzu, deshalb gilt die datenschutzrechtliche Bewertung der AI Suite unverändert weiter. Zwei Punkte kommen hinzu. Der eingesetzte KI-Client ist ein eigener Empfänger und gehört in die Betrachtung, und das ausführliche MCP-Log enthält personenbezogene Daten und braucht eine festgelegte Aufbewahrungsfrist.

Im AI Suite-Backend-Modul im Tab MCP über Revoke Token. Das wirkt sofort und unabhängig davon, ob der Client noch verbunden ist. Alternativ entfernst du den Connector auf Client-Seite. Eine Passwortänderung des Backend-Benutzers widerruft ebenfalls alle seine Tokens.

Ja. Das TYPO3-Reports-Modul enthält unter System → Berichte den Eintrag AI Suite MCP Security und meldet dort typische Fehlkonfigurationen, etwa erlaubtes HTTP oder leere Allowlists im Produktivkontext.

Einrichtung und Clients

Anleitungen gibt es für Claude Desktop, Claude.ai, ChatGPT, Claude Code, den MCP Inspector und Open WebUI. Grundsätzlich funktioniert jeder Client, der Streamable HTTP nach MCP-Standard spricht. Eine Übersicht mit Anmeldeverfahren und Erreichbarkeit steht unter Clients verbinden.

Das hängt vom Client ab. Claude.ai, ChatGPT und Open WebUI laufen in fremder Infrastruktur und rufen deinen Server von außen auf, brauchen also öffentliches HTTPS mit einem Zertifikat einer anerkannten CA. Claude Desktop, Claude Code und der MCP Inspector laufen lokal und erreichen auch interne Hosts, *.ddev.site und selbstsignierte Zertifikate.

OAuth ist der Standardweg und für fremdgehostete Clients der einzige. Ein statisches Token ist schneller eingerichtet und passt für lokale Clients, CI und Skripte, läuft aber nach mcpTokenLifetimeDays ab und muss dann erneuert werden. OAuth-Tokens erneuern sich selbst.

Ja. Jedes Token hängt an genau einem Backend-Benutzer, und mehrere Benutzer können gleichzeitig eigene Clients verbinden. Jeder sieht dabei nur seine eigenen Rechte und Seitenbäume. Ein Benutzer kann auch mehrere Clients parallel verbunden haben.

Ja, mit einem lokalen Client. Für DDEV muss die CA im Zertifikatsspeicher des Betriebssystems liegen, was mkcert -install erledigt. Läuft TYPO3 auf demselben Rechner wie der Client, geht es auch ganz ohne HTTP, Token und OAuth über den lokalen stdio-Transport.

In den meisten Fällen ja. Eigene Connectors sind nicht automatisch in jeder Unterhaltung aktiv. Bei Claude.ai, ChatGPT und Open WebUI musst du den Connector unter dem Eingabefeld pro Chat einschalten, sonst sieht das Model die Tools nicht und behauptet, es habe keinen Zugriff.

Betrieb und Fehlersuche

Die Tool-Liste hängt an den AI Suite-Feature-Rechten der Backend-Gruppe. Fehlt ein Recht, verschwindet das zugehörige Tool aus der Liste, ohne Fehlermeldung. Ist die Liste komplett leer, fehlt in der Regel enable_mcp_access. Welches Recht welches Tool freischaltet, steht unter Berechtigungen & Scopes. Nach dem Ergänzen von Rechten muss der Client neu authentifiziert werden.

Das ist der Normalfall im Standard-Schreibmodus workspace. Änderungen liegen als Entwurf in einem Draft-Workspace und erscheinen erst nach dem Veröffentlichen. Im Backend siehst du sie, sobald du in denselben Workspace wechselst. Mit compareWithLive lässt sich ein Entwurf feldweise gegen den Live-Stand prüfen.

Ja. Der Befehl ai-suite-mcp:cleanup sollte produktiv mindestens stündlich laufen, per Scheduler oder Cron. Ohne ihn wächst die Tabelle der Authorization Codes unbegrenzt, Session- und Task-Verzeichnisse laufen voll, und abgelaufene Tokens bleiben liegen. Siehe CLI-Befehle.

Zuerst in var/log/aisuite_mcp.log. Steht dort nichts, hat die Anfrage AI Suite MCP nie erreicht, und das Access-Log des Webservers ist die richtige Quelle. Ein 404 deutet auf ein Site-Präfix in der URL, wiederholte 401 auf einen verworfenen Authorization-Header. Die häufigsten Fälle sind unter Clients verbinden gesammelt, clientspezifische auf der jeweiligen Unterseite.

Steht deine Installation hinter HTTP Basic Auth, kollidiert das mit AI Suite MCP, weil beide denselben Authorization-Header nutzen. Die MCP-Pfade und die OAuth-Erkennungspfade müssen deshalb von Basic Auth ausgenommen werden. Wie das in der .htaccess aussieht, steht unter Produktivbetrieb.

Nicht auf jeder. Die Erweiterung ist auf PHP-FPM und mod_php ausgelegt, also einen Prozess pro Anfrage. Auf Laufzeiten mit dauerhaften Workern wie FrankenPHP oder RoadRunner ist sie nicht validiert. Bei mehreren Applikationsknoten brauchst du Sticky Sessions oder ein gemeinsames Dateisystem für die Session- und Task-Verzeichnisse.